Freitag, 9. April 2010

Trainingslager 2010 in Le Grau-du-Roi




Am Sonntag ging es los. Marko, Janek, Marvin, der sich in diesem Jahr der Trainingsgruppe der Wikinger angeschlossen hat und ich starten um halb 11 Richtung Frankreich. Arne und Trainer Martin Hasse fuhren im Bus samt Hänger am frühen Nachmittag los um dann pünktlich am Montagmorgen an Mittelmeerküste Sudfrankreichs zu sein.
Wir vier PKW-Reisenden quartierten uns kurz vor Lyon, nach 1200km Fahrt ein und übernachteten dort um am nächsten Morgen die restlichen gut 400km zurückzulegen.

Montag 1.3.10

Ankommen bei strahlendem Sonnenschein. Angenehme 14°C und ein laues Lüftchen machen Appetit auf rudern. Nachdem wir das Quartier bezogen haben machen wir uns am späten Nachmittag auf zur ersten Trainingseinheit im Zweier ohne.
Es hätte so schön werden können – wurde es aber nicht. Nach 14km geht bei Marko nichts mehr. Starke Rippenschmerzen machen das Weiterrudern unmöglich. Marko tauscht mit Trainer Martin die Positionen im Bug und Motorboot und so werden die letzten 6km zum Abenteuer im Boot.


In den folgenden Tagen stieg ich in den Einer um und Marko versuchte mehrere Methoden aus um wieder fit zu werden. Arztbesuche, Massage, Wärmebehandlungen … alles schien nicht zu helfen und die Stimmung tendierte immer mehr gegen Null.

Samstag 6.3.10

Ein erstes Kräftemessen innerhalb der Trainingsgruppe. Während der Zweier ohne der B-Senioren aufgrund der Verletzung von Marko zwei Rennen gegen die Uhr fahren musste, durfte ich mich im Einer versuchen. Die Erkenntnis davon ist, dass ich Frequenzen von 24 und 28 auch im Einer halbwegs stabil fahren kann.




Sonntag 7.3.10
Lars hat die Kälte mitgebracht. Nachdem es am Morgen wieder stürmisch war und die Einerfahrer das Ergometer dem Skiff vorzogen, während sich die B-Senioren tapfer im Vierer ohne dem Wind und den Wellen stellten, erlebten wir am Nachmittag eine frostige Überraschung. Nach dem man sich nach der Mittagspause wieder zum Rudern fertig machen wollte zog sich der Himmel zu und es fielen Tatsächlich Schneeflocken aus den Wolken über dem Mittelmeerküste.

Montag 8.3.10

Die Nachrichten verkündeten einen der bemerkenswertesten Wintereinbrüche der letzten 25 Jahre am Mittelmeer, mit Schneehöhen von bis zu 40cm. Davon liegt auch heute Morgen noch genug auf den Straßen, gepaart mit einem eisig wehenden Mistral und Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt. Wir geben uns geschlagen und treten den geordneten Rückzug auf das Ergometer an. Sam späten Nachmittag versuchen wir dann aber zurückzuschlagen und gehen im Vierer ohne auf das vom weiterhin wehenden Wind aufgewühlte Wasser. Wenn überhaupt gehen wir als knapper Punktsieger aus dem Duell hervor, denn Spaß hat es nicht gemacht

Dienstag 9.3.10
Wir fahren zum zweiten Mal Strecken. Aber diesmal ein bisschen länger und ein bisschen höher. 3000m bei Frequenzen um die 30 kann ich also auch fahren. Mal davon abgesehen, dass ich Krämpfe im linken Unterarm bekommen habe vom ungewohnten Aufdrehen.
Die Behandlungen von Lars scheinen langsam Besserung zu bringen. Marko rudert wieder auf dem Ergometer. Ein leiser Hoffnungsschimmer macht sich breit.

Donnerstag 11.3.10
Tatsächlich, wir probieren es. Wir rudern zusammen im Zweier. Zwar streiten wir uns gleich um die Länge der Einheit, den Streit gewinne ich - am Steuerschuh – zu Gunsten einer Sicherheitsrunde mit optionalen Zusatzkilometern, aber die Rippe hält und am Nachmittag rudern wir dann nochmal.
Zum Abschluss fahren wir sogar noch ein paar hohe Schläge und entscheiden danach, an der morgigen Abschlussbelastung teilzunehmen.



Freitag 12.3.10
Abschlussbelastung. 4000m. Wir fahren mal nicht als letztes Boot. Unsere B-Senioren und der Konkurrenz vom RC Tegel / BRC starten hinter uns. Die Schlagzahl wurde auf 30 begrenzt. Wir schieben an und gucken mal wie lange es dauert bis wir entweder eingeholt werden oder die Rippe sich wieder meldet.
Die Boote hinter uns kommen ran aber die Rippe hält. Bei Streckenhälfte bekommen wir langsam auch wieder Sicherheit. Zu unserer eigenen Überraschung können wir uns auf dem zweiten Teilstück wieder absetzen und haben im Ziel sogar ein paar wenige Sekunden Vorsprung heraus rudern können.

Abschließend bleibt also festzuhalten, dass wir noch rudern können. Es bleibt jedoch dabei, dass wir eine große Chance nicht nutzen konnten und mit wenigen Wasserkilometern in die ersten wichtigen Wettkämpfe der Saison gehen werden.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Sonniger Saisonauftakt in Turin

Bei herrlichsten Sonnenschein, molligen acht Grad Celius und einem erfreulichen Ergebnis überquerten wir die Ziellinie direkt vor dem Vereinshaus des ausrichtenden italienischen Rudervereins ...

... aber alles schön der Reihe nach...

Freitag hieß es zu einer sehr unmenschlichen Zeit aufstehen, um pünktlich den Flieger nach Mailand um 6.35Uhr zu bekommen. Kalt, trist und verschneit stiegen wir in die Boeing ... freundlich und sonnig empfing uns das Mailänder Wetter. Unvorstellbar wie gut paar Sonnenstrahlen tun können. Nach dem ersten Zweiertraining seit guten acht Wochen stellten wir fest, trocken das Land erreicht und das Rudern nicht verlernt zu haben.
Am Samstag ging es dann auf dem recht anspruchsvollen und guten 5,5Km langen Kurs mit sehr vielen Kurven und Brücken im Zweier ohne. Im 20s-Takt wurden dann die Boote auf die Strecke gelassen. Wir gaben im Rahmen unserer Möglichkeiten unser Bestes und wurden zur Überraschung aller Dritter von dreizehn Booten - ganze 1,7s vor unseren B-Senioren ;)


500m vor dem Ziel


Siegerehrung


Eigentlich waren wir noch für den Doppelvierer-ohne mit unseren Bs gemeldet, aber da dieses Rennen ebenfalls Samstag stattfand, durften wir am Sonntag als letztes Boot außer Konkurrenz auf die Strecke gehen.


Bereits nächstes Wochenende geht es ins Trainingslager nach Südfrankreich ... und hoffentlich auch mit ganz viel Sonne und schönem Wetter :)

Sonntag, 7. Februar 2010

Saisonauftakt 2010

Wenn man sich gegenwärtig die Berliner Gewässer ansieht, dann kann man sich nur schwer vorstellen, dass wir bald wieder rudern. Also so richtig, auf dem Wasser. In den letzten fünf Wochen haben wir die Riemen und Skulls vornehmlich gegen das Ergometer eingetauscht. Um nicht ganz zu vergessen wie die Bewegung funktioniert, stand auch zweimal wöchentlich ein Besuch im Ruderkasten an. Hinzu kommen noch nicht zu vernachlässigendes Krafttraining und fertig ist das Wintertraining eines Ruderers.

Um dieser Eintönigkeit zu entgehen haben wir aber das Squashspielen für uns entdeckt. Und so hauen wir uns einmal in der Woche die Bälle um die Ohren, jammern danach über Schmerzen und Muskelkater und haben dennoch viel Spaß dabei.

In einer Woche greifen wir aber wieder richtig ein in das Regattageschehen. Den Saisonauftakt bestreiten wir Südlich der Alpen in Turin. Dort stehen zweimal 6km auf dem Po an. Am Samstag (13.2.) treten wir im Zweier ohne an und Sonntag (14.2.) versuchen wir uns, gemeinsam mit unseren beiden B-Senioren, als Skuller im Doppelvierer.

Sonntag, 3. Januar 2010

Was machen Ruderer eigentlich im Winter?

Leichtgewichte essen natürlich vornehmlich im Winter. Aber manchmal wird man als Ruderer ja auch gefragt, was man im Winter machen würde. Hier nun die Antwort...