Dienstag, 26. Mai 2009

Deutsche Großbootmeisterschaft in Essen

Wie auch im vergangenen Jahr stellt die RG Wiking einen Lgw. 4- im Kampf um den Titel mit dem Ziel dieses Jahr ganz oben zu stehen und die Silbermedaille des Vorjahres zu vergolden. Gab es 2008 in Eschwege noch drei Meldungen, traten wir dieses Jahr gemeinsam mit den B-Senioren Arne Seelig und Janek Horeis gegen nur ein weiteres Boot aus Essen an (ETUF).

Nach kräftigem Gegenwind mit teilweise gesichteten Schaumkronen präsentiert sich der Austragungsort der diesjährigen Deutschen Großbootmeisterschaft gegen Abend von seiner friedlicheren Seite. Der Wind hat nachgelassen und fällt schräg von Backbord ein. Die Wellen sind zurückgegangen und man kann von gut ruderbaren Bedingungen sprechen.

300m vorbei. Aus dem Boot der Essener hört man deutlich die Ansage: „Zehner!“. Ungewöhnlich zu einem so frühen Zeitpunkt im Rennen. Wir agieren nicht mehr sondern reagieren, halten dagegen und setzen ebenfalls unseren ersten Spurt. An der 500m Marke liegen wir zurück. Also heißt es weiter angreifen und den Rückstand verkürzen. Der nächste Ruck geht durch die Mannschaft und der Druck wird erhöht. Mit 37 Schlägen pro Minute gehen wir über die zweite Teilstrecke. Es kommt zu keiner nennenswerten Verschiebung zwischen beiden Mannschaften. Das Passieren der Streckenhälfte fällt mit dem nächsten Zwischenspurt zusammen. Wir versuchen weiterhin alles um den Rückstand aufzuholen und kämpfen mit dem Gegner, dem Gegenwind und den aufkommenden Zweifeln, die Essener noch abfangen zu können. Auf den letzten 500m können wir den Abstand erstmals verringern, aber das kommt zu spät und wir gehen als Zweiter über die Ziellinie.
Während sich die Essener ausgiebig freuen herrscht bei uns im Boot Stille. Erschöpfung und Enttäuschung lasten auf der Mannschaft. Was war passiert? Warum gab man das Heft des Handelns schon so früh im Rennen aus der Hand? Die Antwort ist einfach: Ein Krebs. Nach ca. 25 Schlägen hatten wir einen kapitalen Krebs und standen richtig still. Das war der Punkt an dem die Essener ihren Zehner setzten und wir komplett neu anschieben mussten. Das Teilergebnis von 4 Sekunden Rückstand bei 500m war eine Hypothek von der wir uns die restliche Strecke über nicht mehr befreien konnten.
Ein Krebs kann passieren. In einem so wichtigen Rennen ist es aber eine bittere Erfahrungen, die man niemandem wünscht. Vom Grundtenor passt er aber zum bisherigen Saisonverlauf für das Jahr 2009.

Am Sonntag gingen wir dann noch im Achter an den Start im Rahmen der Großbootmeisterschaft. Im 5 Boote Feld waren wir mit sieben Leichtgewichten in der Mannschaft keine Konkurrenz im Konzert der Großen und kamen abgeschlagen als letzter ins Ziel.

Nach den enttäuschenden Leistungen aus Essen steht nun die Regatta in Ratzeburg (30./31.5.) an. Im Vorfeld, Donnerstag und Freitag, wird die zweite DRV Rangliste ausgefahren. Wir haben glücklicherweise eine Einladung erhalten und bekommen somit doch noch eine Chance uns in diesem Jahr im Zweier zu beweisen. Das werden dann die ersten Rennen im Zweier seit einem halben Jahr. Ihr dürft gespannt sein, wir sind es auch...

Montag, 4. Mai 2009

Gerhard Kunze

Wenn wir genau nachzählen, kamen wir bis heute auf genau eine handvoll gemeinsamer Trainingseinheiten im Zweier ohne. Und da wir unseren Herbert Braun an die B-Senioren abgeben mussten, durften wir heute den neuen Zweier Gerhard Kunze fahren.
Ob es an den neuen Flügelauslegern oder am Schiebewind gelegen hat, dass wir in Bestzeit über den Teltowkanal geflogen sind, wird sich noch zeigen. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht. Spaß und Lust auf mehr. Wir hoffen auf einen gelungenen Einstand bei der Internationalen Regatta in Essen am 15.-17.05.


An diesem Wochenende werden auf dem Essener Baldeneysee auch die Deutschen Grooßbootmeisterschaften ausgetragen und wir versuchen mit einem leichten Vierer ohne wieder in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.



In Essen im Lgw. 4- am Start: Marko, Janek, Arne, Maik (v.l.n.r.)