Nach dem schönen und beschaulichen Trainingslager in Italien am Orta-See, hieß es nun für mich, die deutsche Leichtgewichts-Skullelite auf dem Beetzsee in Brandenburg etwas aufzumischen :D

Da der Maik nach wie vor nicht fit und der Einer nicht unbedingt mein Steckenpferd ist (siehe Langstrecke Leipzig), konnte man bei mir nicht gerade von einem Favoritenschreck sprechen. Meine Erkältung direkt das Wochenende vor der Meisterschaft ließ auch nicht viel Platz zum Träumen.
In Brandenburg angekommen wurden meine schlimmsten Alpträume war ... Wind - genauer gesagt Gegenwind - und unzumutbare Wellen, die mich (wie sich später herausstellte) schlichtweg verzweifeln ließen.
Das Ziel für das Viertelfinale war klar - mindestens Platz 4. Punktlandung! Das erste Etappenziel war erreicht. Das Rennen könnte man auch unter folgenden Titel verbuchen: Mein Kampf gegen die Naturgewalten! Neben den anderen 23 Ruderern im Viertelfinale wollte auch ich meine Chance ergreifen und ins A/B-Semifinale einziehen. Nach dem dritten Treffer von Poseidon, meinem mittlerweile gut gefüllten Kahn und einem nassen Arsch, war mir sehr schnell klar, dass es nicht mehr um das Weiterkommen ging, sondern sich meine Bemühungen darauf beschränkten, sicher ins Ziel zu kommen. Mit dem 5. Rang war ich noch gut bedient. Das war aber nicht weiter tragisch! Als Riemer muss man nicht unbedingt unter den schnellsten 12 Skullern Deutschlands gehören. Das C/D-Semifinale war nun das sehr entscheidene Rennen am Samstag. Hier konnte ich meine gesteckten Ziele noch erreichen. Dazu musste ich es aber schaffen, mich unter den ersten drei Booten einzuordnen. Das Wetter wurde nicht wesentlich besser. Um es kurz zu machen: Platz 6 - ich war bedient. Die Zielsetzung wurde klar verfehlt. Im Trostfinale (19 - 24) konnte ich mich nochmals aufraffen und mich auf den dritten Platz vorschieben. Im Gesamtklassement bin ich also 21. geworden. Im Zweier hätte das sicherlich anders ausgesehen ...
Fazit: Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo eine Welle her ...
Mein Zweierpartner Maik war in der Zeit nicht untätig und hat an der Berliner Frühregatta in Grünau teilgenommen. Im gemischten Achter mit Sportlern der Trainingsriege und mit weniger Aktiven konnte sowohl das Achterrennen als auch das Pokalrennen gewonnen werden.
Wenigstens einer von uns war an diesem Wochenende siegreich ;)
